Redundante Default Routen und Lastverteilung unter Linux
Samstag, 29. Mai 2010 1:42
Anders als viele glauben kann ein Linux “Router” nicht nur ein Default Gateway besitzen sondern mehrere. Das macht bei 2 Szenarien Sinn:
- AutofailoverDefiniert man 2 Default Routen etwa mit:
route add default gw 172.16.1.1 dev eth1 route add default gw 172.16.2.1 dev eth2So wird die zweite Default Route dann verwendet, wenn die erste einen Timeout liefert.
- Loadbalancing Das geht auch ganz einfach:
ip route del default ip route add default equalize nexthop via 172.16.1.1 dev eth1 nexthop via 172.16.2.1 dev eth2Am besten trägt man das in /etc/rc.d/rc.local ein. Dann übersteht es auch einen Reboot.
Beiden Methoden ist übrigens gemein, dass der Timeout einer ausgefallenen Default Route noch angepasst werden muss. Der Default Timeout liegt bei stolzen 300 Sekunden.
cat /proc/sys/net/ipv4/route/gc_timeout
300
Das bedeutet, dass erst nach 5 Minuten die entsprechende Route deaktiviert wird. Umstellen kann man diesen Wert über sysctl. Also in /etc/sysctl.conf folgendes eintragen:
net.ipv4.route.gc_timeout = 10
und mit
sysctl -p
aktivieren
[Quelle: http://blog.it4sport.de/2010/01/07/redundante-default-routen-und-lastverteilung-unter-linux/ ]
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Thema: Linux, Server | Kommentare (0) | Autor: Costly